Wieso am Nachmittag?

Manche Eltern bevorzugen aus organisatorischen Gründen Spielgruppen, die am Vormittag stattfinden. Bei Waldspielgruppen, die auch im Winterhalbjahr immer draussen sind, spricht vieles für den Nachmittag: Der Temperaturunterschied zwischen Morgens um 9.00 Uhr oder Nachmittags um 15.00 Uhr sind sehr gross, manchmal fast 10 Grad. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Winternachmittage schon Herausforderung genug sind. Die Kinder sollen sich ja wohl und sicher fühlen.

Ab welchem Alter ist die Waldspielgruppe ideal?

Das Konzept der Waldspielgruppe Hasenfuss & Beerenmus ist für Kinder im Jahr vor der Kindergartenreife ideal. Dann können sie voll profitieren, sind in ihrem Element, fühlen sich souverän und den Herausforderungen* gewachsen (oder wachsen hinein). Oft sind im März einige Plätze in der Gruppe frei. Die sind passend für Kinder ab 2.5 Jahren, die dann ihr Waldspielgruppenjahr um ein paar Monate der warmen Jahreszeit verlängern können. Und beim Schuljahreswechsel können sie den Rollenwechsel vom jungen zum erfahrenen Spielgruppenkind erleben.

Falls wir Platz haben und ein Kind schon sehr selbstständig und sportlich ist, kann es auch passend sein, die Waldspielgruppe zwei Jahre zu besuchen. Einem einzelnen Kind können wir Leiterinnen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken und geniessen es im zweiten Jahr, die Entfaltung des Nesthäkchen zum souveränen Waldspielgruppenkind mitzuverfolgen.

 

* Herausforderungen: Rucksack tragen/ über holperigen Waldboden gehen und durch Schnee stapfen/ im Winter mit Skihosen und schweren Schuhen weit spazieren, um warm zu bleiben/ den Füdlibobb selber den Hang hoch ziehen/ auf dem "WC "einige Handgriffe selber tun/ Handschuhe selber anziehen, auch wenn die Hände klamm sind/ sich auskennen mit Kleidung (wenn ich zu heiss habe, ziehe ich etwas aus, wenn ich zu kalt habe, ziehe ich etwas an)/ schnell genug gehen, damit die Gruppe sich nicht verteilt und die anderen Kinder ständig warten müssen/ auch mal ohne Unterstützung der Leiterinnen auskommen (weil auch die anderen ca 10 Kinder Bedürfnisse haben, etc.)

Zvieri

Zusammen das Essen vorbereiten und dann gemeinsam essen, ist eine wunderbare Gelegenheit, um Fingerfertigkeit zu üben, Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln und Neues kennenzulernen. Wir bieten eine gesunde, naturbelassene, saisonale Zwischenverpflegung aus Brot, Käse, Wurst, Gemüse, Früchten, Trockenfrüchten und Nüssen. Manchmal kochen wir auch gemeinsam über dem Feuer. Dazu trinken wir Wasser, welches die Kinder selber mitbringen.

Die Eltern zahlen jeweils CHF 10.- in die Essenskasse. Wenn das Geld aufgebraucht ist, sind die nächsten 10.- fällig (Wir rechnen mit ca. CHF 1.50 pro Kind und Woche)

Geburtstag

Die Geburtstage feiern wir mit einem kleinen Ritual. Die Kinder bringen bitte KEINE Süssigkeiten mit.

Zeit / Ferien / Ausfall

Jeden Donnerstag ausser an Feiertagen und Schulferien. Die Waldspielgruppe richtet sich nach dem Ferienplan der Gemeinde Gossau. Bei extremen oder gefährlichen Wetterbedingungen (ununterbrochenem (Schnee-)-Regen, sehr tiefen Temperaturen, Gewitter, Sturm, Schneelast auf den Bäumen) fällt die Waldspielgruppe aus. Die Eltern werden spätestens am Mittwoch ab 16.00 Uhr informiert. Erfahrungsgemäss kommt so ein Fall aber sehr selten vor. Insgesamt 12 Stunden (4 Nachmittage) Ausfall pro Schuljahr wegen Wetterbedingungen oder Krankheit der Leiterinnen gehen zu Lasten der Eltern. Bei weiteren Ausfällen werden CHF 28.- pro Nachmittag rückerstattet.

Abmeldung

Bei Krankheit, Ferien oder sonstiger Abwesenheit melden Sie ihr Kind bitte ab. (Bitte frühzeitig per Mail oder SMS oder benachrichtigen Sie eine andere Spielgruppenfamilie, die es uns dann ausrichtet!)

 

Wichtig/Notfälle

Wir haben ein Handy (nur in Notfällen benützen!!), eine Telefonliste, eine Notfallapotheke und ein Satz Reservekleider mit dabei. Eine zweite Spielgruppenleiterin ist immer mit dabei. Bitte bleiben Sie an den Wakdhalbtagen telefonisch erreichbar. Ihre Pünktlichkeit beim Bringen und Abholen der Kinder erhöht die Sicherheit der Kinder am Treffpunkt in der Nähe der Strasse.

Ablösung

Am ersten Spielgruppentag werden die Kinder von einem Elternteil begleitet. Es ist aber gut, wenn sich die Eltern sehr im Hintergrund halten und im Verlauf der Spielgruppe mal einen kleinen Spaziergang machen oder "schauen, ob das Auto noch da ist". Wir Leiterinnen werden uns ganz auf die Kinder konzentrieren und eine möglichst ruhige erste Spielgruppe gestalten. Die Kinder sollen uns, einander und den Waldplatz, sowie einige wichtige Regeln und Rituale kennen lernen. Aber eben mit der Sicherheit, dass das Mami oder der Papi noch in der Nähe ist. Beim 2. Mal verabschieden sich die Eltern beim Waldplatz, das 3. Mal beim „Waldtor“ und das 4. Mal gleich nach dem Singen am Treffpunkt. Die Kinder dürfen etwas von zu Hause mitnehmen, was sie tröstet (Plüschtier, Bäbi, Autöli, Dinosaurier, etc.). Wir beobachten die Kinder genau und besprechen bei Bedarf eine langsamere Ablösung mit den Eltern.
Die Kinder, welchen die Trennung schwer fällt, werden von uns ausgiebig getröstet und unterstützt. Der Moment der Trennung ist der schwierigste. Deshalb ist es wichtig, diesen kurz zu gestalten: Ein beherztes "Tschüss mein Schatz, du wirst Spass haben und ich hole dich wieder ab!" und dann ein bestimmtes davongehen, helfen am besten. Sind die Eltern erst einmal aus dem Blickfeld geht es besser.

Zecken

Im Wald hat es während der warmen Jahreszeit Zecken, Mücken und auch rote Ameisen. Zecken- und Mückenbisse jucken sehr. Bitte reiben Sie ihr Kind am ganzen Körper mit einem Zeckenmittel ein. Suchen Sie das Kind nach der Waldspielgruppe am ganzen Körper nach Zecken ab. Denn je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr der Übertragung von Borreliose (50 % der Zecken sind mit Borreliose infiziert, gegen welche es keine Impfung gibt!). Die Frühsommer-Meningitis (Hirnhautentzündung) ist für die Kinder in diesem Alter noch keine Gefahr.